Hamburger Unipräsident verteidigt Corona-Studie

Der Hamburger Universitätspräsident Dieter Lenzen hat sich erstmals zu einer umstrittenen Corona-Studie aus seinem Haus geäußert, die bundesweit starken Widerspruch hervorgerufen hatte.

Darin nennt der Physikprofessor Roland Wiesendanger eine Reihe angeblich »schwerwiegender Indizien« dafür, dass sich das Coronavirus durch einen Laborunfall im chinesischen Wuhan verbreitet habe.

Lenzen sagte am Dienstagnachmittag in einer Videobotschaft an die Uni-Beschäftigten, es sei »unsere Pflicht, eine solche Hypothese anzuhören, abzuwägen und zu diskutieren«. Man müsse beunruhigt sein, wenn es denkbar wäre, dass ein Laborunfall Millionen Menschen das Leben koste.

»Es ist unsere Aufgabe, in kommenden Diskussionen in der Wissenschaft, sicher auch in der Universität zu erörtern, ob diese Hypothese zutreffen könnte.« Es sei «besser eine unsichere Hypothese zur Diskussion zu bringen, als eine am Ende richtige verschwiegen zu haben«.

Zugleich räumte Lenzen Fehler im Umgang mit der Veröffentlichung ein. Vom Begriff der Studie rückte er ab. Wiesendangers »Thesenpapier« sei eine Analyse. Innerhalb der Uni war auf Kritik gestoßen, dass Wiesendangers Äußerungen per Pressemitteilung in den Rang wissenschaftlicher Forschungen erhoben wurden.

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