Chinesische Überwachungstechnik filmt in Frankfurt

Deutsche Behörden und Unternehmen nutzen nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Überwachungskameras des umstrittenen chinesischen Herstellers Hikvision.

„Das Polizeipräsidium Frankfurt am Main setzt unterschiedliche Kameramodelle der Firma Hikvision ein“, sagte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage der F.A.Z. Zuletzt wurde eine der Kameras während des Museumsuferfestes Ende August installiert, um Straßenkriminalität zu bekämpfen und Bürger vor Terrorismus zu schützen.

Auch die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) nutzt Hikvision-Kameras nach Angaben eines VGF-Sprechers in ihren 31 Notruf- und Informationssäulen an zahlreichen Haltestellen. Das Versandunternehmen Otto hat Hikvision-Kameras in seinem neuen Mitarbeiterparkhaus in Hamburg installiert, wo die Geräte dabei helfen, Fahrzeuge direkt auf freie Plätze zu lotsen. Nach Angaben eines Otto-Sprechers zeichnen die Kameras im Parkhaus keine Nummernschilder oder Personen auf.

Das Bundesinnenministerium überwacht laut der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage im März sein Gelände ebenfalls mit Hikvision-Kameras. Hikvision ist umstritten, weil die Technik des Unternehmens in China auch zur systematischen Überwachung von Bürgern und Minderheiten zum Einsatz kommt. Amerikanischen Behörden ist die Zusammenarbeit mit Hikvision aus Angst vor Spionage verboten, amerikanischen Unternehmen soll es untersagt werden, Hikvision zu beliefern.

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