Dresdner Wasserstoff-Start-Up Sunfire kooperiert mit Total

Das Dresdner Elektrolyse-Start-Up Sunfire kooperiert mit dem französischen Ölkonzern Total. Im Rahmen eines Pilotprojektes liefern die Wasserstoff-Spezialisten eine Elektrolyse-Anlage zur Herstellung von synthetischem Methanol für die Total-Raffinerie in Leuna. „Mit dem Projekt wollen wir demonstrieren, dass synthetisches Methanol im industriellen Maßstab hergestellt werden kann. Das nötige Co2-kommt von der Leuna-Raffinerie und das produzierte grüne Methanol wird ebenfalls von Total verarbeitet“, sagt David Nevicato, Total-Experte für das Thema Co2-Verarbeitung und Speicherung, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Bislang wird Methanol, eine der weltweit am meisten produzierten Rohstoffe der Chemie-Industrie, noch aus Erdöl-Rückständen gewonnen. Langfristig will der Pariser Ölriese allerdings mehr und mehr synthetisches Methanol einsetzen. Das Pilotprojek t mit der Größe von einem Megawatt sei zwar noch klein, aber auch nur der Anfang, betont Nevicato. „Es ist ein erster Schritt von vielen in die richtige Richtung. Wir wissen, dass wir die Power-To-X-Technologie in Zukunft brauchen, und zwar im industriellen Maßstab. Der nächste Schritt ist dann eine Elektrolyse in der Größe von 50 oder 100 Megawatt sein.“

Für Sunfire ist es einer der größten Aufträge bislang. Die Dresdner werden die Anlage aber nicht nur bauen, sondern auch betreiben und warten. „Für uns ist dieses Projekt mit einem der größten Mineralölunternehmen der Welt ein Flaggschiff für die Power-To-X-Industrie. Während die Bundesregierung noch darüber diskutiert wo Power-To-X Sinn macht, zeigen wir schon, wo es in der Praxis funktioniert“, sagt Nils Aldag, Mitgründer von Sunfire, dem Handelsblatt. Die Elektrolyse der Dresdner soll schon Mitte kommenden Jahres in Betrieb gehen, die Methanol-Produktion startet dann e in Jahr später. Insgesamt ist das Pilotprojekt auf eine Laufzeit von drei Jahren angesetzt.

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