Lufthansa sondiert Boni für Führungskräfte

Die Deutsche Lufthansa prüft Möglichkeiten, wichtigen Führungskräften ungeachtet von Milliardenverlusten Erfolgsprämien zu bieten.

Der Vorstand hat eine Diskussion mit dem staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) aufgenommen, wie trotz des mit der Staatshilfe verbundenen Verbots von Boni künftig Gehaltsanreize gesetzt werden können. Das berichtet das manager magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Wegen der Staatshilfen im Gesamtwert von 9 Milliarden Euro dürfen bei der Lufthansa zurzeit keine Boni gezahlt werden. Dadurch erleiden Führungskräfte der zweiten und dritten Ebene Gehaltseinbußen von durchschnittlich 40 Prozent. Zahlreiche Unternehmen sollen das schon zum Anlass für Abwerbungsversuche genommen haben.

Bei den Gesprächen zwischen Lufthansa und Bund herrscht Einigkeit, dass auch weiter keine Boni ausgezahlt werden, solange der Staat das Unternehmen stützt. Allerdings scheint eine Regelung denkbar, bei der die Führungskräfte Ansprüche erwerben, die erst nach der Gesundung des Konzerns zur Auszahlung kommen. Für das laufende Jahr soll es aber auf keinen Fall Boni geben, versichern Insider.

Das Bonithema birgt großes Konfliktpotenzial, weil die Lufthansa den Abbau von nahezu 30.000 Stellen angekündigt hat und auch betriebsbedingte Entlassungen nicht mehr ausschließt.

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