Unternehmen gründen Initiative gegen Fake News

Ob im Internet, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz: Verschwörungstheorien und Fake News verbreiten sich nahezu unkontrolliert.

Sechs namhafte deutsche Unternehmen stemmen sich nun dagegen. Gemeinsam mit der Initiative „Business Council for Democracy“ (BC4D) bieten sie vom 1. März an Aufklärungs-Workshops für ihre Belegschaft, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S). In den Kursen werden die Mitarbeiter, die sich für die Gefahren im Netz sensibilisieren möchten, zu den Themen Hass- und Gegenrede, Desinformation und Verschwörungsmythen geschult. Partner des Pilotprojekts sind die Dax-Konzerne Evonik und Volkswagen, außerdem der Gabelstaplerhersteller Kion, die Uhrenmanufaktur Nomos Glashütte, das Babelsberger Filmunternehmen Ufa und die Braunschweiger Geschäftsstelle der Alba Group.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung und dem Institute of Strategic Dialogue, einer in London ansässigen internationalen Denkfabrik, die seit vielen Jahren gegen Hass und Hetze im Internet sowie Extremismus jeglicher Art kämpft. „Die Politik kann die Probleme alleine nicht lösen“, sagte Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Deshalb sei auch die Privatwirtschaft in der Pflicht.

Im Rahmen des Projektes werden kleine Gruppen von 15 bis 20 Beschäftigten über die Mittagszeit in acht wöchentlichen Modulen zu den Themen Hass- und Gegenrede, Desinformation und Verschwörungsmythen geschult. Das Programm sei freiwillig, unparteilich und für die Mitarbeiter kostenlos, sagte Niejahr. Coronabedingt finden die interaktiven Workshops vorläufig als Webinare statt. Die Inhalte haben renommierte Fachleute für den Bereich digitaler Kommunikation und Desinformation entwickelt, darunter die Sozialpsychologin Pia Lamberty und die Digitalexpertin Katharina Nocun.

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